Exklusiv mit Martin Henze: Albanien und das Schicksalsjahr 2026

International ist eine ungewöhnliche Stimmung vorhanden, Perspektiven werden nur noch verschwommen wahrgenommen, wie ist ihr Eindruck?

Eine irrationale Stimmung wurde in den letzten Jahren auch Deutschland und in die Parlamente gespült, der demokratische Parlamentarismus hatte seine Distanzfunktion verloren. Jedes Land braucht jemanden, der die Politik trotz Massenhysterie und Destabilisierungen auf Kurs hält.

Sigal

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum“, sagt Mephisto in „Faust. Der Tragödie erster Teil“ zu dessen ratlosem Schüler, der nicht weiß, was er studieren soll. Sodann entschwindet er mit Faust ins pralle Leben, um die gerade abgeschlossene Wette einzulösen.

Glaubt man den Menschen in Europa und den USA, so ist es mit der Demokratie und dem Rechtsstaat gerade anders herum. Sie ist eine schöne Idee, darin sind sich auch die meisten befragten Albaner einig, aber ihre Umsetzung lässt zu wünschen übrig.

Woran kann das liegen?

Es ist eine schöne Idee, dass das Volk selbst bestimmt, was gemacht wird. Es wählt seine Herrschaft und kann sie bei Missfallen auch wieder abwählen.

In der Praxis ist es jedoch häufig egal, wen man wählt, denn man bekommt gefühlt immer das Gleiche.

Mitbestimmung ist schön, aber nicht, wenn sie zum Stillstand durch Selbststrangulation führt, wie in den letzten Jahren gerade in Albanien. Es muss ein Punkt erreicht werden, an dem entschieden wird. Dann muss Handeln folgen. Dieser Moment wird aus der Perspektive der Unzufriedenen, der Albaner, viel zu spät erreicht – wenn überhaupt.

„Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“, warnt Mephisto den Schüler vor der Idee, Jura zu studieren. Das lässt sich auch auf das an sich schöne, am Ende unnötig mühsamen Leben in Albanien übertragen.

Diese Lücke zwischen der schönen Idee Europas und der schönen Propagandaidee des Autokraten Ramas einerseits und der zähen, üblen Praxis andererseits ist in Albanien zugleich das Einfallstor für das derzeitige, nationale Desaster. Es steht nichts Geringeres als die Zukunft der albanischen Nation, Kultur und Sprache auf dem Spiel.

So erklärt sich auch der Wille zu Demonstrationen in den letzten Wochen, an denen Hunderttausende Albaner gegen das Regime Rama teilgenommen haben und die brutale Gewalt des Regimes Rama spüren mussten.

Das Grundproblem sind – da geht es weniger um die Frage der Technik des Rechtsstaates in Albanien oder um die Beitrittskriterien der EU – die Erfahrungshorizonte.

Wer wie die albanische Nation die Revolution Anfang der 1990er Jahre und die serbischen sowie ab 2007 die serbisch-russischen, hybrid organisierten Destabilisierungskampagnen auf dem Balkan zwischen 1993 und 2013 erlebt hat, reagiert empfindlicher auf neue Zumutungen. Wer Institutionen als fern und dysfunktional wahrnimmt und beobachtet, wie europäische, ja deutsche und europäische Politiker nach Albanien kommen und Demokratie und Antikorruption predigen, während sie das albanische Volk und die Opposition mit dem Verursacher des Desasters der letzten 12 Jahre Rama verwechselt, ist anfälliger für eine antiwestliche, opportunistische und/oder stillschweigende Hinnahme der Zustände.

Die große Mehrheit in Albanien steht für Demokratie, Wohlstand und das Recht auf Glück sowie für die zivilisierten Werte der westlichen Welt, aber sie erwartet auch, dass diese geliefert werden. Rama liefert nicht. Europäische und US amerikanische Politiker und Botschafter halten scheinbar gern, wie sagt man in Albanien die Hand auf und haben tiefe Taschen.

Die Albaner sind keine homogene Gruppe. Sie haben manchmal verrückte Ideen und auch emotionale Nachwuchspolitiker. Meine Lebenserfahrung sagt mir: Mit dem Alter wird man klüger. Ich finde, dass auch die albanische Politik ehrlicherweise zugeben sollte: Haben wir in der Vergangenheit den Eindruck vermittelt, dass wir die Sorgen der einfachen Menschen in Albanien ernst nehmen? Haben wir den Leuten das Gefühl gegeben, sie können zu uns kommen, wir hören ihnen zu und nehmen ihre Lebensrealität wahr?

In dieser Hinsicht kann auch die Opposition gegen das korrupte, autokratische System Rama es noch besser machen. Dazu gehört auch, dass sie sich von den Opportunisten und den Persönlichkeiten trennt, die verdeckt für die Rama-Organisation gearbeitet und/oder Gefälligkeiten erhalten haben. Ich kenne Albanien seit 2008 und habe den Eindruck, dass die albanische Zivilgesellschaft und deren politischer Arm, die DP, es viel besser machen können. Sie werden es besser machen und Albanien aus dem Sumpf der kriminellen Strukturen der Rama-Organisation herausziehen.

Was ist das Problem der Zivilgesellschaft und ihres politischen Arms, der albanischen Opposition?

Nun, das ist in den letzten Jahren doch sehr deutlich geworden. In Albanien scheint es mir sehr schwer zu sein, politisch zu arbeiten, wenn man sich für eine Nation engagiert, deren Staat von einem Diktator gekapert wurde, entweder wird man eingeschränkt, arbeitslos, wird auf offener Straße geschlagen, vergiftet, wegen eines Arbeitsplatzes zur Prostitution genötigt oder erschossen oder muss fliehen.

Die EU und auch Deutschland sprechen fast nur mit offiziellen Regierungen, eine Unterstützung des Volkes kommt kaum zustande. Donald Trump hat sich seit einem Jahr zurecht anders verhalten, wir sehen das in Venezuela, wir sehen das im Iran. Das ist ein richtiges Engagement, aber wir sehen auch, wie viele europäische Politiker – auch Putin-Vertraute wie der Autokrat Orbán – die diese Vorgehensweise von Trump kritisieren.

Dabei übersehen Deutsche und Europäer auf der politischen Bühne das Wertvollste eines Landes: seine Menschen. So bleiben auch in Albanien die Türen zumeist verschlossen. Es gibt zwar Einladungen zu Meetings und Gespräche, aber was sind die Ergebnisse? Im Ergebnis macht in Albanien das korrupte System Rama, was es will. Ist das in unserem und im albanischen Interesse? Nein.

Viele albanische Oppositionelle können nicht nach Albanien zurückkehren. Sie würden verhaftet oder von der Regierungs-Mafia unter Druck gesetzt, inklusive ihrer Familien.

Ich denke, dass auch die albanische Opposition unter ihrem weisen Führer Sali Berisha erkannt hat, dass sie Fehler gemacht hat. Kein Mensch ist fehlerfrei. Viel wichtiger ist es jedoch, dass sie klare und mutige Signale an die westliche Welt und Rama sendet: Die albanische Nation gehört nicht Rama. Es geht letztendlich um die Sicherstellung der Identität und die Befreiung von der lähmenden Angst, die in Albanien herrscht, um den Mut zu finden, dieses Regime zu stürzen.

Setzen die Aktivitäten der albanischen Nation und der politischen Opposition Rama tatsächlich unter Druck?

Rama, sein Bruder Olsi, Balla, Basha, Tabaku und die anderen Akteure die auch an dem Angriff auf die Opposition am 08. Januar 2022 mitwirkten, sind ein Auslaufmodell. Ihre Zeit ist abgelaufen. Selbst in seinem Umfeld, in seiner Familie und seinem Freundeskreis, wird wohl getuschelt, was nun passiert. Ein Rama nahestehender Kandidat oder die demokratischen Kräfte Albaniens? Am Ende zählt, wer länger durchhält. Die albanische Opposition muss sehr stark bleiben und darf zurzeit keine Führungsdiskussionen führen, die der Autokrat Rama immer wieder versucht, durch seine in der Opposition segelnden Akteure die sich als Oppositionelle ausgeben herbeizuführen.

Die albanische Opposition muss nun stark auftreten. Was elementar ist: Sie benötigt offensiv agierende Verbündete. Hier sind Deutschland und die USA gefordert, einen Politikwechsel vorzunehmen. Wenn wir diesen Konflikt lösen, Rama absetzen und nach 12 Jahren der Unterdrückung wieder zu freien Wahlen in Albanien kommen, verändert das viel in Albanien und auf dem Balkan. Also lasst uns hier gemeinsam beginnen. International wird Rama von vielen als nicht ernstzunehmender Akteur betrachtet und sein Auftritt bestätigt sie in der Ansicht, dass Albanien für die Zivilisation verloren ist. Einige westliche Politiker und Botschafter nehmen daher auch noch gerne Geldgeschenke von den Autokraten entgegen. Dieser Zustand wird so lange anhalten, bis sich Albanien ändert. Ich habe den Eindruck, dass Albanien bereit für die Zeit nach Rama ist und eine Mitgliedschaft in der EU erhält, wenn jetzt ein Regierungswechsel stattfindet.

Es liegt an der albanischen Nation, diese seit zwölf Jahren ohne Legitimation agierende Administration Rama in freier Selbstbestimmung abzusetzen.

Ist Rama ein Gefolgsmann von Vucic?

Ja. Hinter den Kulissen und im Rahmen des russischem Projekts „Open Balkan” sicherlich. Von seiner Herkunft ist er kein Albaner. Nur bei der Repression des albanischen Volkes ist er noch eigenständig. Nicht grundlos sind circa eine Million Albaner, also ein Drittel der Gesamtbevölkerung Albaniens, vor dem Regime in den letzten 12 Jahren geflohen, arbeiten in Europa und den USA und/oder haben dort jeweils Asyl beantragt. Das ist ein Desaster für Albaniens Zukunft und für die albanischen Familien, die dadurch zerrissen wurden.

Manche politischen Kräfte in Europa und die Soros-Truppe in den USA behaupten, dass sich die Mafia-Regierung Rama – so wird sie von Europas größter Tageszeitung genannt – durch Reformen und Hilfsgelder zu einem demokratischen Rechtsstaat entwickeln würde.

Doch warum sollte sich diese Rama-Administration ändern, wenn sie damit ihren eigenen Suizid und lange Gefängnisstrafen für ihre Clans riskiert?

Die internationale Gemeinschaft hat geglaubt, dass sie ihn durch die internationale Einbindung de facto umerziehen könnten. Das ist jedoch eine Illusion. Wenn ich mir die Ergebnisse dieser westlichen Politik anschaue, dann sehe ich, dass viele Steuergelder aus Deutschland und den USA in die Taschen der Rama-Administration geflossen sind und dass sich Albanien zur Zentrale der Geldwäsche und der Drogenlogistik entwickelt hat. Rama handelt im Interesse seiner Clans. Albanien und seine Bevölkerung kümmern ihn nicht. Er behandelt sie wie Kinder oder sie werden korumpiert. Ihn interessiert nur das eigene Überleben. Jeder Kooperationsversuch der USA, der EU oder Deutschlands wird er, seine Clanmitglieder und seine Genossen, die unter falscher Flagge in der Opposition segeln, nur zum eigenen Vorteil nutzen. Diese Leute werden das veruntreute Kapital weder an uns noch an das albanische Volk zurückgeben. Wer es versucht, wird sich danach wie ein Idiot vorkommen. Die westlichen politischen Kollegen unterliegen einer gespenstischen Selbsttäuschung. Es bedarf also einer grundlegenden Nachjustierung der westlichen Politik, und das albanische Volk hat nun die Aufgabe, sich seine legitime Macht zurückzuholen.

Die entscheidende Trennlinie verläuft zwischen autoritären Regimen und solchen, in denen alle die gleichen Bürgerrechte besitzen, egal wo sie politisch stehen, egal ob sie die Regierung großartig finden oder verabscheuen.

Woran lässt sich denn wirklich in Albanien erkennen, wie die Stimmung und der tatsächliche Zustand sind?

An den Repressionen, den Flüchtlingszahlen und dem Korruptions- und Presseindex, die schon wieder im Jahr 2025 massiv gestiegen sind.

Warum gibt es denn mehr Flüchtlinge als in den 90er Jahren in Albanien? Wenn wir nur die Massendemonstrationen der letzten Wochen betrachten, die es seit Jahren nicht mehr gab, beweist das, dass die von Rama propagierte Zustimmung Fassade ist. Die Taten des Regimes in Tirana sprechen lauter als jede seit 2013 gefälschte Wahl oder die Aussagen westlicher Politiker.

Macht Ihnen die neue Generation in Albanien Sorgen, die heute einer massiven Propaganda ausgesetzt ist oder vom System korrumpiert wird?

Indoktrination und Korruption sind langfristig eine der gefährlichsten Entwicklungen jeder Diktatur, auch in Albanien. Doch selbst jahrzehntelange Propaganda und Terror konnte 1991 in Tirana und 1989 in der DDR Massenproteste nicht verhindern. Ein ähnliches Signal gibt es jetzt von der albanischen Opposition unter der Führung von Sali Berisha, der schon 1991 die Revolution gegen den Kommunismus in Albanien angeführt hatte. Hunderttausende sind jetzt wieder in Albanien auf die Straße gegangen. Sie sagen Nein zum Diebstahl der Zukunft Albaniens, zur Korruption und zu Wahlfälschungen.

Das ist für mich ein sehr starkes Hoffnungszeichen für den Sturz des illegalen Regimes Rama. Die Generationen sind mit einem relativ freien Internet aufgewachsen, trotz massiver Einschränkung der Pressefreiheit durch das Regime Rama. Sie stellen eine relevante Mehrheit für jede positive Veränderung in Albanien dar.

Hat Europa, Berlin und Washington zu schwach reagiert? Waren die Forderungen nach Dialog und Kompromissen ein Fehler?

Ja, es ist schon komisch, dass sich Frankreich, das Vereinigte Königreich und Berlin darüber mokierten, dass bei albanischen Massenprotesten auch einmal ein Molotowcocktail fliegt, meist durch einen Provokateur der albanischen Administration organisiert. Wenn ich mir die Proteste in Europa und den USA anlässlich der Agrarreformen und der G7-/G20-Gipfel anschaue, dann sind das in Albanien zutiefst friedliche Veranstaltungen. Wobei es dort um den Sturz der Diktatur geht. Ich denke, die Botschafter in Albanien sollten sich dazu nicht kritisch äußern, denn sie sitzen selbst in einem Glaskasten, in den in der Regel keine Steine geworfen werden.

Die jahrelange westliche Beschwichtigungspolitik und das Engagement haben Rama ermutigt – von Biden/Blinken über Meloni bis Berlin.

Die Lehre ist eindeutig: Zugeständnisse an Diktatoren und Autokraten fördern Aggressionen und Unterdrückung. Seit 2013 folgten von der EU und Berlin nur symbolische Erklärungen, bis hin zur interventionistische Verbrüderung der damaligen US-Botschafterin Kim mit dem sozialistischen Autokraten Rama.

Auch heute noch wird Rama und seinen Unterstützern teilweise geglaubt, obwohl ihre Methoden Schmeichelei, Geschenke und leere Versprechen sind. Die Realität sieht jedoch anders aus: korrupte Regierung, dysfunktionale Judikative und Legislative, gefälschte Wahlen, Massenflucht der Bevölkerung, Unterdrückung der Opposition, Reduzierung der Pressefreiheit. Während Rama redet, führt er in Albanien den Krieg gegen die Demokratie und den EU-Beitritt weiter.

Die Zeit der Beschwichtigung und Relativierung des Regimes Rama sollte auch in Europa und den USA vorbei sein. Es muss jetzt eine entschlossene Unterstützung der albanischen Opposition geben. Drogenregime und korrupte Autokratien gehören nicht in die Mitte von Europas.

Führte auch fehlendes Geschichtsbewusstsein in Albanien zur derzeitigen Situation?

Ja. „Don’t know much about history” war ein Hit der Sechziger- und Siebzigerjahre, Liebe war das bestimmende Thema. Heute sind Konsumieren und das iPhone wichtiger als Bildung. Geschichtsvergessenheit gilt für die albanische Bildung und inzwischen auch für manche deutschen Schulen, an denen nur noch eine Stunde Geschichte pro Woche unterrichtet wird. – und das oft von fachfremden Lehrern.

Wozu noch das Fach Geschichte? Ganz einfach. Wir stehen auf den Schultern von Generationen und es ist unverzichtbar, dass jede neue Generation nicht nur mit dem Heute vertraut ist, sondern auch das Gestern und Vorgestern versteht, um Zusammenhänge und Ursachen zu erkennen. Dieses Übel der Geschichtsvergessenheit und das fehlende Erkennen von Zusammenhängen und Mustern sollte unterbrochen werden. Insofern wäre es wünschenswert, nach einem Sturz der Autokratie Ramas nicht nur die Funktionalität der Judikative, Legislative und Exekutive wiederherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft brummt, sondern auch eine grundlegende Optimierung des albanischen Bildungssystems umzusetzen.

Mein politischer Vater Helmut Kohl hat das einmal treffend auf den Punkt gebracht: „Wer die Geschichte nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Wir reden hier über den Beginn einer zukunftsorientierten Balkan-Region, ein Ende der Unterdrückung auf dem Balkan.

 

 

Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Weltlage aus deutscher Sicht?

Nun, wir passen uns an eine neue Weltlage an und sind dabei die EU zu einem Machtzentrum auszubauen.

Die Initiativen Trumps in Venezuela und im Iran sind richtig. Es kann nicht sein, dass die „Achse des Bösen” – Putin, Kim und die Mullahs – den Schutz des Völkerrechts und der UNO nutzen, um ihre Diktaturen zu schützen und ihre Machträume zu erweitern. Präsident Trump macht in dieser disruptiven Zeit einen guten Job, auch wenn er manchmal sehr unberechenbar wirkt. Trump hat das Problem, dass er leider von teilweise sehr schlechten Beratern umgeben ist. Ich hoffe, dass sich das noch ändert.

Wir sind gerade dabei, das traditionelle Völkerrecht zu einem wehrhaften Völkerrecht weiterzuentwickeln.

Wichtig ist aber auch bei den laufenden US Aktionen im Iran, Venezuela und Ukraine, eine Strategie der Freiheit zu haben und die Definition mehrerer Prozessschritte und die Einhaltung von Zielkontinuitäten. Ich denke, dass der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der US-Präsident Donald Trump nicht nur gute Freunde sind, sondern auch ein gemeinsames Verständnis davon haben, wie wir unsere Freiheit gemeinsam schützen müssen.

Was passiert, wenn das System der Mullahs zusammenbricht?

Vor diesem Kipppunkt stehen wir, trotz der Desinformationskampagnen aus Moskau und Teheran und die gute Nachricht ist: Präsident Trump ist gewillt, das System der Mullahs zu stürzen.

Der Iran, aber auch die Regierung Vučić in Belgrad und Orbán in Budapest sind de facto Proxys von Putin. Fallen die Mullahs, bricht die Unterstützung Moskaus für seine Kriegsverbrechen in der Ukraine und auf dem Balkan zusammen. Russland müsste sich dann aus der Ukraine zurückziehen und die Autokraten Rama und Vučić dürften durch ihre eigenen Völker abgesetzt werden. Der Nahe Osten könnte sich nach einem Zusammenbruch des Mullah-Regimes zu einem friedlichen und sehr starken Wirtschaftsraum entwickeln, ohne dass mit einer Atombombe gedroht wird. Das ist eine interessante und gute Perspektive.

Worin besteht die wirtschaftliche und finanzielle Not des albanischen Staates?

Nun, da gibt es viele wichtige Gründe. Ein primäres Problem ist die Korruption der Administration und der Familienclans Rama. Der albanische Staat ist zu einer Bank der Familie Rama und seinen Freunden degeneriert.

Schwarzgeldinvestitionen aus Drogengeschäften, die über Kredite albanischer Banken gewaschen wurden, sind der Hauptwachstumstreiber in Albanien. Den albanischen Kommunen und Sozialversicherungen fehlt das Geld, da es bei ihnen nicht ankommt. Es werden enorme Währungspekulationen und Anleihen organisiert. Ich habe den Eindruck, dass die albanische Staatsbank zu einem Kasino des Rama Clans verkommen ist. Ein derartiges System erinnert mich stark an die Vorgänge in Venezuela, dem Iran oder Russland. Das kann nicht gutgehen und ist für die USA und Europa nicht akzeptabel.

 

 

 

Was halten Sie von den Investitionsprojekten in albanischen Naturschutzgebieten?

 

Nichts. Albanien hat neben der Kultur und seiner beindruckenden Bevölkerung, die Schluchten und Berge Nordalbaniens, die Feuchtgebiete und die Küstenlandschaften. Sie sind ein großer Schatz Europas und geeignet aus Albanien die Schweiz des Balkans zu machen.

Die Industrialisierung und Zerstörung dieser Areale, wie das Delta des Flusses Vjosa, der Bau des Flughafens in Vlora oder der Region Durrës, sowie die Abholzung der albanischen Wälder durch die Italiener, haben in den vergangenen 12 Jahren dazu geführt, dass Albaniens Wälder rund ein Drittel ihrer Holz-Biomasse verloren haben. Das Moratorium von 2016 hat die Abholzung nicht gestoppt. Im Gegenteil.

Im März 2023 wurden nach jahrelangem Einsatz der EU und der albanischen Zivilgesellschaft die Vjosa und ihre Nebenflüsse als erster Wildfluss-Nationalpark Europas ausgewiesen.

Doch dieser Nationalpark wird von der Regierung Rama kommerzialisiert. An der Shushica, einem wichtigen Zufluss der Vjosa, wurden bereits etliche Kilometer Rohre verlegt, die das Wasser der Shushica an die albanische Küste umleiten sollen. Im Vjosa-Delta und in unmittelbarer Nähe der Narta-Lagune wird zudem mit Hochdruck am geplanten Flughafen Vlora gearbeitet. Für den Flughafenbau, der viele Touristen in den Süden Albaniens locken soll, wurden im Rahmen einer sehr umstrittenen, möglicherweise sogar rechtswidrigen Gesetzesänderung neue Grenzen gezogen und das Baugebiet so aus der geschützten Zone „ausgeschnitten“. Ein solches Projekt inmitten eines wichtigsten Feuchtgebiets für Vögel in Europa ist absurd.

Der geplante Bau des internationalen Vlora-Flughafens innerhalb des Narta-Schutzgebiets ist ein deutliches Zeichen dafür, wie die albanische Administration mit internationalen und nationalen Verpflichtungen umgeht. Diese Naturjuwelen werden nur beworben, um Touristen anzulocken, gleichzeitig werden sie jedoch zerstört.

Die Missachtung nationaler und internationaler Gesetze, der Berner Konvention sowie der wissenschaftlichen Gemeinschaft und europäischer Institutionen ist der Beweis dafür, dass das Gerede über Natur und Ökotourismus auf internationalen Veranstaltungen wie der ITB durch Rama und seine Sozialisten nur eine grüne Fassade ist, die die Zerstörung von Albaniens einzigartiger Natur verschleiert. Die Kultur und die Menschen in Albanien standen schon immer in einem osmotischen Verhältnis zu der Natur. Um es auf einen Nenner zu bringen: Zerstörst du die Natur, zerstörst du die albanische DNA.

Zuletzt machte Albanien in Sachen Tourismus auf sich aufmerksam, als Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner von der albanischen Regierung die Lizenz erhielt, auf der naturbelassenen Insel Sazan ein Luxusresort zu bauen. Das ist sicherlich der Versuch der korrupten Exekutive, Rama, Trump auf seine Seite zu holen, so wie es mit Blinken gemacht wurde. Rama und sein Freund Soros junior sind scheinbar aktiv. Jared Kushner wird wissen, dass er sich in Albanien nicht auf diese Strukturen einlassen darf, da er sonst erpressbar wird.

Es sieht alles danach aus, dass Rama bei seiner Ankündigung, Albanien zum „Tourismus-Champion“ zu machen, keinerlei Rücksicht auf die Natur nimmt und damit die Grundlage für den Tourismus zerstört. Es geht vorliegend scheinbar nur um das schnelle Geschäft der Clans der Administration Rama. Unverbauten Flüssen wird das Wasser abgegraben, wertvolle Feuchtgebiete müssen Flughäfen weichen und der Ausverkauf der letzten wilden Küstenabschnitte und Berge des Landes hat begonnen – das besondere Alleinstellungsmerkmal Albaniens. Die Geschichte zeigt, welche drastischen Folgen die Zerstörung der Natur für ein Land haben kann.

Sie haben eine politische Nähe zur albanischen DP und ihrem Gründer Sali Berisha.

Ja so ist es, Sali Berisha und ich sind gute Freunde und uns verbindet der Konservatismus.

Ich halte viel von Berisha: ein aufrechter, traditionsbewusster, starker Albaner, ein Familienvater und ein Europäer im besten Sinne des Wortes.

Ich verstehe mich als Liberalkonservativer in der Tradition Edmund Burkes. Er stand für einen reformorientierten Konservatismus, der nicht am Status quo festhalten wollte. Jeder aufgeklärte Konservative weiß, dass das vergangene Paradies keines war. Die Frage ist, wie man den Wandel so gestalten kann, dass die Menschen mitkommen. Als ich mich mit den englischen Konservativen des 19. Jahrhunderts beschäftigte, Bei deren reformorientiertem Ansatz sprach mich die inhärente Menschenfreundlichkeit an.

Was mich immer abstieß, war die schneidende Kälte des Denkens in den Kategorien des problematischen Deutschen Carl Schmitts. Andererseits lehne ich die Idee eines neuen Menschen, wie sie Nietzsche vertrat, ab.

Der Mensch ist nun einmal aus krummem Holz geschnitzt. Uns Deutschen und Albanern verbindet unsere gemeinsame DNA, und daraus gerade Balken zu machen, kann nicht funktionieren.

Konservative und Progressive brauchen einander und aus der Reibung entsteht Fortschritt. Das ist so, auch wenn man es in der konkreten politischen Auseinandersetzung meist nicht sieht, sondern erst, wenn man einen Schritt zurücktritt.

Mein Lackmustest ist Abraham Lincoln: Hätte ich 1863 im Team Lincoln die Sklavenbefreiung mitgetragen oder den Veränderungsbedarf übersehen?

Ich will mich nicht hinstellen und behaupten, dass ich Lincoln mit Sicherheit unterstützt hätte, ich kann es nur hoffen.  Das ist der Stachel in meinem Fleisch. Zweifler und Menschen wie Hamlet haben unsere Zivilisation zu etwas Wunderbarem geformt. Hamlet weiß, dass niemand die Wahrheit gepachtet hat. Das ist der entscheidende Unterschied zu dem politischen Ansatz von Autokraten, die meinen, die Wahrheit zu kennen.

Wir Konservativen, ein großer Teil der US-Demokraten und Republikaner sowie der DP in Albanien wissen hingegen, dass das, was wir heute für unumstößlich halten, morgen furchtbar falsch erscheinen kann. Das ist der eigentliche Grund dafür, dass es Demokratie braucht, auch in Albanien, die Menschen sind nicht Gott. Weil unvollkommene Ideen nur durch den Wettbewerb besser werden. In Albanien existiert keine Demokratie, da seit 2013 jede Parlaments- und Kommunalwahl gefälscht wurde. Unter Rama herrscht daher Stillstand in jeglicher Form.

Die eigenen Ideen einfach durchzusetzen, das ist die totalitäre Versuchung von Putin, Peking, Teheran – aber auch von Rama.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Politik Ramas in Albanien eine Taktik ist, um Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und den Anspruch auf Glück von innen heraus zu destabilisieren, indem sie Gräben vertieft und antidemokratische Positionen sowie Kriminalität in Form von Korruption, Drogenhandel und Geldwäsche gesellschaftsfähig macht. So ist beispielsweise der deutsche Grünen-Politiker Rezzo Schlauch, ein Freund des albanischen Diktators Rama, Mitglied im Aufsichtsrat einer albanischen Bank in Tirana, die im Zentrum der europäischen Geldwäsche steht. Insofern sollten aufrechte Republikaner und Demokraten im Westen nun zusammen mit den Albanern aufstehen und dem Treiben von Rama und seinen Genossen ein Ende bereiten.

Drogen, Geldwäsche und Macht unter Rama ?

Unter der Führung von Ramas Administration ist Albanien nicht nur ein armes oder schwaches Land geblieben, sondern auch zu einem strategischen Knotenpunkt für Drogenhandel und Geldwäsche geworden. Das ist kein extremistischer Vorwurf, sondern eine international bekannte Auffassung der Sicherheitskreise und anderer Experten, die nie überzeugend entkräftet wurden.

Albanien gilt seit Jahren als Transit- und Herkunftsland für große Mengen Kokain und Cannabis. Diese Geschäfte funktionieren nicht ohne Schutz. Nicht ohne Logistik. Und nicht ohne politische Demenz.

Drogenkartelle benötigen Häfen, Straßen, Polizei, Zoll, Banken und Immobilienmärkte. Und genau dort, wo der Staat eigentlich kontrollieren müsste, sehen viele Albaner Wegschauen, Verzögerung oder selektive Härte. Während kleine Dealer und andere Akteure die über kein Wissen aus dem Zentrum der Macht verfügen präsentiert werden, bleiben die Strukturen dahinter erstaunlich stabil.

Das Drogengeld verschwindet nicht. Es wird gewaschen. In Beton. In Luxusimmobilien. In anonymen Firmen, öffentlichen Aufträgen und „Investitionen”. Der Bauboom in Tirana ist kein Zeichen gesunden Wachstums, sondern ein Symbol für ungeklärte Geldströme. Hochhäuser schießen schneller in die Höhe als Einkommen steigen, Preise schneller als jede reale Nachfrage. Ein Staat, der Geldwäsche ernsthaft bekämpfen würde, könnte diese Diskrepanz nicht ignorieren. Rama tut es.

Und dann ist da Ihr Sozialismus – nicht als Ideologie der Gerechtigkeit, sondern als Machttechnik, ohne Moral und Verantwortung gegenüber der albanischen Nation.

Ein Sozialismus der Worte, nicht der Taten, ohne Moral. Ein Staat, der vorgibt, für die Armen, für die Nation  zu sprechen, während er ein System schützt, in dem wenige, nur aus seinem Clan, extrem reich werden und die Mehrheit der Albaner keine Chance haben.

Schwarzgeldinvestitionen aus Drogengeschäften, die über Kredite albanischer Banken gewaschen wurden, sind der Hauptwachstumstreiber in Albanien. Den albanischen Kommunen und Sozialversicherungen fehlt das Geld, da es bei ihnen nicht ankommt. Es werden enorme Währungspekulationen und Anleihen organisiert. Ich habe den Eindruck, dass die albanische Staatsbank zu einem Kasino verkommen ist. Ein derartiges System erinnert mich stark an die Vorgänge in Venezuela, dem Iran oder Russland. Das kann nicht gutgehen und ist für die USA und Europa nicht akzeptabel.

So entsteht ein gefährlicher Dreiklang: Kriminelles Kapital liefert das Geld, politische Macht schützt und Sozialrhetorik beruhigt. Das ist kein moderner Staat. Das ist ein mafiös durchsetztes System mit sozialistischem Anstrich. Albanien wurde in den letzten zwölf Jahren mit Drogengeldern umgebaut. Die EU, Blinken und Rama sprechen von Reformen, während die Geldwäsche floriert.

Sie sprechen von sozialer Gerechtigkeit, während junge Menschen massenhaft auswandern, weil Beziehungen mehr zählen als Fähigkeiten.

Niemand verlangt Perfektion. Aber man erwartet eine Regierung, die Kriminalität bekämpft, statt eine, unter der sie gedeiht.

Solange der Drogenhandel wirtschaftlich mächtig bleibt, Geldwäsche städtebaulich sichtbar ist und sozialistische Rhetorik die Machtkonzentration verdeckt, wird Albanien nicht als europäische Demokratie wahrgenommen, sondern als Staat, in dem Macht, Geld und Kriminalität gefährlich nah beieinanderliegen.

Und dafür tragen der Clan Rama die unmittelbare Verantwortung und die politischen Institutionen der EU und USA politische Mit – Ja. Verantwortung.

Narco-Staat Rama?

Ja. Wo Polizei, Staatsanwaltschaft und Verwaltung nicht als unbestechliche Gegenspieler der Mafia, sondern als verhandelbare Größen wahrgenommen werden, wo Legislative und Judikative dysfunktional sind, werden zivilisatorische Grundregeln der Moral und Anständigkeit mit Füßen getreten.

Besonders fatal ist der Eindruck selektiver Strafverfolgung in Albanien, mit konstruierten Sachverhalten werden reihenweise albanische Oppositionelle eingesperrt. Während kleine Täter präsentiert werden, um Handlungsfähigkeit zu simulieren, bleiben viele wichtige Akteure aus der Administration Rama erstaunlich lange unbehelligt. Nebenbei wird in Albanien die Opposition durch diese Täter mittels gefälschter Unterlagen strafrechtlich verfolgt, wie in Russland. So funktioniert keine Rechtsstaatlichkeit, sondern lediglich Schadensbegrenzung.

Die internationale Wahrnehmung Albaniens leidet nicht unter Vorurteilen, sondern unter Fakten: Drogenrouten, Geldwäsche, ein Immobilienboom ohne saubere Herkunftsnachweise und die politische Nähe zwischen Wirtschaftsmacht und Regierung sind dafür verantwortlich. All das entsteht nicht im luftleeren Raum. Es gedeiht dort, wo die politische Führung wegschaut oder Vorteile daraus zieht.

Von europäischer Integration kann seit zwölf Jahren nicht die Rede sein. Rama selbst konnte sich bereits 2019 an keine der zehn Zugangskriterien der EU erinnern. Er schien schon damals unter politischer Demenz zu leiden.

Doch die EU ist unvereinbar mit einem Staat, der als Durchgangsstation für kriminelles Kapital wahrgenommen wird. Europa ist unvereinbar mit politischer Macht, die nicht radikal transparent ist. Europa ist unvereinbar mit Regierungen, die den Verdacht dulden, mit mafiösen Strukturen zu koexistieren.

Der gefährlichste Schaden seiner Administration ist nicht ein einzelnes Verbrechen oder der Diebstahl deutscher, US-amerikanischer und EU-Hilfszahlungen durch Korruption. Die Grenze zwischen Staat, organisierter Kriminalität und wirtschaftlichen Machtcliquen ist in Albanien in den letzten 12 Jahren der Rama-Administration zugunsten der Rama-Clans aufgelöst worden. Es geht nicht um einzelne Skandale. Es geht um ein Muster.

Immer wieder tauchen dieselben Fragen auf: Warum finden mutmaßlich mafiöse Netzwerke Anschluss an lokale Verwaltungen? Warum werden Bürgermeister, Beamte und Abgeordnete mit kriminellem Hintergrund erst spät – oder gar nicht – politisch zur Verantwortung gezogen? Warum profitieren bei Großprojekten, Konzessionen und Stadtentwicklungen auffällig oft Akteure, die seit Jahren mit Geldwäsche, Drogenhandel oder Schutzgelderpressung in Verbindung gebracht werden?

Ein demokratischer Staat bekämpft organisierte Kriminalität offensiv. Ein krimineller Staat hingegen toleriert sie und profitiert davon.

Die derzeitige Administration Rama trägt die politische Verantwortung für ein System, in dem kriminelle Strukturen Zugang, Schutz und Einfluss haben, die massiver Diebstahl internationaler Hilfsgelder. Ein System, in dem Polizei, Staatsanwaltschaft und Verwaltung nicht als unbestechliche Gegenspieler der Mafia wahrgenommen werden, sondern als verhandelbare Größen.

Es ist die Normalisierung des Verdachts. Es entsteht das Gefühl, dass Kriminalität kein Feind des Staates mehr ist, sondern Teil seines Ökosystems, in dem Moral und andere zivilisatorische Prinzipien nicht mehr gelten. Das ist eines der primären Probleme des Albaniens im Jahr 2026.

Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, solange der Patron Rama regiert und sich durch gefälschte Wahlen legitimiert, statt Institutionen, und Loyalität mehr schützt als Recht, wird Albanien nicht als Rechtsstaat, sondern als Risiko wahrgenommen. Die Funktionalität des Rechtsstaates hängt nicht von technischen Fragestellungen ab, sondern zu 2/3 von der Akzeptanz durch die Bevölkerung.

Ein Staat kann Armut überleben. Er kann Instabilität überwinden. Ein Staat jedoch, der von organisierter Kriminalität durchdrungen ist, verliert seine Seele und seine Moral. Rama verfügt, wie der ehemalige Vorsitzende der Sozialistischen Partei Nano zurecht durchdekliniert, über keine Moral.

Die Zukunft Albaniens hängt von einem starken Rechtsstaat, einer klaren Gewaltenteilung und einer politischen Kultur, die Gegner nicht zu Feinden erklärt und den Staat nicht ausplündert.

Die Administration Rama hat dieses Fundament delegitimiert, das in den Jahren 1991–2013 unter massiver Hilfe der USA und Deutschlands in Albanien geschaffen wurde. Es sollte in Albanien daher nicht mehr um links oder rechts gehen. Es geht um Verantwortung, Maß und Respekt vor den Institutionen sowie um die Zukunft der albanischen Nation. Die Albaner sollten sich schützen – auch vor jenen, die durch Manipulation an die Macht kommen und ihr ihr verfassungsrechtliches Notwehrrecht gegen die illegitime Administration Rama geltend machen.

Wann sind sie wieder in Albanien?

Ich bin leider auch in diesem Jahr berufsbedingt viel Unterwegs. Ich muss noch in den Irak und in die USA und in einige EU Länder wie nach Osteuropa. Es existieren aber zahlreiche Regionen in Albanien, die ich bisher leider noch nicht erkundet habe. Hierzu zählen insbesondere der Oridsee, einige Teile Nordalbaniens sowie der Süden des Landes. Auch enge gute Freunde mussten warten, was nicht gut ist. Unter der Prämisse, dass sich die zeitlichen Gegebenheiten günstig gestalten, ist ein baldiges Wiedersehen aber zu erwarten.